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Schweinegrippeimpfung ohne und Steuersenkungen mit Nebenwirkungen

 

Zutaten am 23. Okt. 2009: Impfstoff de luxe für Politiker ohne und bevorstehende Steuersenkungen mit Nebenwirkungen

Huch, Minister und Regierungsbeamte sollen einen anderen Impfstoff gegen die so genannte Schweinegrippe bekommen, als die hiesige Bevölkerung.
Schon regen sich die Ersten auf und sprechen von einer 2-Klassen-Gesellschaft. Völlig zu unrecht, wie wir finden.
Gut, der ministeriale Impfstoff hat angeblich keine Nebenwirkungen, ist also besser verträglich.
Aber das muss so sein, alles andere wäre ein Skandal!
Schließlich will die Regierung bis 2013  30 Milliarden € einsparen und das geht natürlich nicht ohne Nebenwirkungen. Pardon, wir meinten selbstverständlich mit Nebenwirkungen.

Und da wir gerade von Einsparungen reden...
Noch immer kracht es vor, hinter und neben den Kulissen der frischgebackenen Regierung.
Die CDU will die immense Staatsverschuldung senken, die FDP
dagegen die Steuern für den deutschen Bundesbürger und zwar so schnell wie möglich.Andernfalls drohen den Liberalen bei den nächsten Landtagswahlen wegen geplatzter Wahlversprechen ebenfalls Senkungen, allerdings bei den für sie abgegebenen Stimmen.


Also bekamen sich CDU-Vize Christian Wulff und FDP-Chef GuidoWesterwelle dermaßen in die Haare, dass man bereits befürchten mußte, die schwarz-gelbe Koalition platzt, noch bevor sie überhaupt einen Tag lang richtig regiert hat.
Interessanterweise entpuppte sich der große Wahlverlierer CSU plötzlich als spitzbübisch lachender Dritter.
Angeblich in der Rolle des blau-weißen Vermittlers bei den heiklen Koalitionsverhandlungen angetreten, sah man CSU-Chef Horst Seehofer nicht nur Westerwelle verständnisvoll zunicken, als dieser Wulff drohte, weil die niedersächsische Spassbremse kategorisch eine Neuverschuldung von aberwitzig vielen Milliarden ablehnt. Seehofer ist jetzt plötzlich auch ein Freund von Steuersenkungen.

Donnerwetter! Das bayuvarische Schlitzohr hat offenbar blitzschnell erkannt, dass es nicht schaden kann, sich beim Wahlvolk rechtzeitig anzubiedern und der seit den Bundestagswahlen extrem selbstbewußten Liberalen en passant ein wenig Honig um`s Maul zu schmieren, zumal in der kommenden Woche die Ministerien verteilt werden und jeder ungeniert auf das Finanzministerium schielt.
Chapeau, wenn das keine gelungene 1.Klasse-Impfung für die eigene, angeschlagene Partei ist!

Und da wir erneut auf die Schweinegrippe zu sprechen kommen...
Erstaunlicherweise ließ die ehemalige und in den letzten Monaten ihrer Amtszeit wenig ruhmreiche Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) lauthals verkünden, sie gedenke, sich mit dem gemeinen Volk zu solidarisieren und nicht nur ihren Dienstwagen samt Chauffeur abzugeben (muss sie das nicht ohnehin?), sondern sich selbstverständlich nur die so genannte 2.Klasse-Spritze, inklusive aller Nebenwirkungen, in die Pobacke jagen zu lassen.
Hoppla, hat die Gesundheitsministerin a.D. etwa nicht bemerkt, dass die Bundestagswahl bereits gelaufen und eine plumpe ´Solidarisierung` mit den Wählern nichts mehr bringt?
Wir bezweifeln ernsthaft, dass Ullas mutiger Entschluss die Wahlergebnisse für die SPD bei den nächsten Landtagswahlen in die Höhe schießen lassen wird.
Andererseits, man kann nie wissen, mit welchen Nebenwirkungen man bei so einer Impfung rechnen muss!

C. Esser

23.10.09 19:15

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