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Pariser Modewoche und der Friedensnobelpreis

Zutaten am 10. Okt 2009: Modewoche in Paris,journalistische Wunderkinder und der Friedensnobelpreis für Barack Obama.

Und wieder ändert sich ein Trend schneller,als ein Model den Laufsteg rauf und runter staksen kann.
Die neuen Stars der Modewoche in Paris sind nicht mehr glamouröse Schauspielerinnen,Fußballerehefrauen oder polarisierende Musikerinnen.

Momentan schwer angesagt bei Chanel und Co. ist der gewöhnliche,13 bis 16jährige amerikanische Teenager mit täglich wechselnder Garderobe und ebenso vielen Posts im eigenen Blog.
Schon sieht man die kleinen Fashion-Redakteurinnen in eigener Sache auf den heißbegehrten und schwer umkämpften Plätzen in den ersten Reihen namhafter Fashionshows sitzen.

Da wäre zum Beispiel die bezaubernde 16jährige Jane,eine Schülerin aus dem beschaulichen Texas,die mit bemerkenswertem Elan,modetechnisch die weiblichen, stinkreichen Upper-East-Side-Charaktere aus ´Gossip Girl` kopiert.
Ihr Blog,eine nicht enden wollende Modestrecke mit ihr selbst als Hauptdarstellerin in ständig wechselnder Fußbekleidung,verrät - da geben wir der euphorischen ´New York Times` recht - ein ´unglaubliches Modebewußtsein`.Glauben Sie es ruhig: ein Schuhfoto schöner als das andere!

Und wir sind uns ziemlich sicher,dass die Rechnung der Designer aufgehen und Janes inspirierender Blog viele andere Teenies aus den Banken- und Wirtschaftskrisengebeutelten U.S.A. dazu animieren wird,lieber auf Nummer sicher zu gehen und ihr Geld(?) zukünftig in sündhaft teure Designerschuhe zu investieren.

Auch die 13jährige Tavi sorgt mit ihrem Modeblog bereits seit längerem für Furore.
Nicht nur,dass die kesse Unterstufenschülerin darin über Mode doziert wie eine gestandene Modejournalistin.
Der Blog ist dermaßen professionell aufgezogen,dass man kurz davor steht,die kleine Tavi sofort als Mozart des Modejournalismus zu feiern - würde man nicht doch noch in letzter Minute und bei näherem hinsehen stutzig werden.

Wir wollen dem gefeierten Multitalent gar nicht erst unterstellen,dass das angeblich von ihr gezeichnete Selbstporträt vielleicht doch eher von der Frau Mama (eine Künstlerin) kommt und Tavi die gelungene Zeichnung bestenfalls mit Farbe ausgemalt hat.


Auch versuchen wir tapfer zu verdrängen,dass es vor gar nicht allzu langer Zeit einen Teenager gegeben hat,der unter Anteilnahme von Millionen Menschen täglich und via Internet herzergreifende Geschichten aus seinem Leben erzählte, bis sich herausstellte,dass es sich bei besagtem ´Teenager` um eine Schauspielerin in den Zwanzigern handelte,die vor ihrer Webkamera nach Drehbuch chargierte und ´ihr persönlicher Blog` von einem Medienteam geschrieben wurde.

Allerdings reiben wir uns schon verwundert die Augen,wenn die 13jährige Tavi Issey Miyakes Kollektion nicht nur gekonnt journalistisch kommentiert,sondern ihr zudem aufgefallen ist,dass sich der Japaner in dieser Saison von einer seiner eigenen, mehrere Jahre zurückliegenden Kollektionen hat inspirieren lassen.Donnerwetter!
Tavi,Schätzchen,das hieße ja,du hättest bereits in der Grundschule mindestens zweimal im Jahr sämtliche Kollektionen mitverfolgt, um,sagen wir mal,deine Barbies immer up to date einzukleiden.

Selbstverständlich erkennen wir ohne zögern Tavis ´Credibility` an - und die jeder anderen angeblich modejournalistisch hochbegabten Göre.
Zumindest so lange,wie die Fashion-Teenies für die stündlich nach Neuem Ausschau haltende Modeszene interessant und hip sind und nicht von trendigen Erstklässlerinnen mit unglaublichem Faible für stylishe Schultüten ersetzt werden!


Apropos Trend.Heute schon gegen die Atomlobby gepostet?Nein?
Dann sollten Sie sich aber beeilen!Wer sich nämlich öffentlich gegen atomare Energie ausspricht oder sich für internationale Diplomatie einsetzt,z.B. im Nahen Osten,hat beste Chancen,eher heute als morgen den Friedensnobelpreis zu bekommen.

Barack Obama hat ihn schon,dabei ist der sympathische US-Präsident noch kein Jahr im Amt,hatte also noch gar nicht richtig Zeit,sich ernsthaft für oder gegen etwas einzusetzen.

Das macht Mut und ist nicht nur für Obama ein richtiger (O-Ton) ´Ansporn`,um das Nobelkomitee nachhaltig zu beeindrucken!
In diesem Sinne: Atomenergie ist total blöde,Shalom!

C.Esser

10.10.09 22:53

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