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Bundestagswahl

 

Zutaten: Jede Menge Gewinner und nicht ganz so viele Wähler

 

Deutschland hat gewählt und wie immer, gab es jede Menge Gewinner. Fast jedenfalls.

Als klarer Verlierer des Abends gilt die SPD (23,0%), die offensichtlich bereits im Vorfeld der Wahlen eine verhängnisvolle große Koalition mit der zweitstärksten Partei Deutschlands, den Nichtwählern (29,2%), eingegangen ist.

 

Stärkste Partei und - dem Jubel nach zu urteilen - einer der Gewinner des Abends wurde die CDU/CSU (33,8) mit dem schlechtesten Ergebnis seit 1949. Glückwunsch!

 

Fest steht außerdem, dass sich sämtliche so genannte kleine Parteien ebenfalls zu den Wahlsiegern zählen dürfen.

Außer der FDP (14,6%), sind das noch Die Linken (11,9%) und die Grünen (10,7%).

 

Letztere hatten zwar ursprünglich anvisiert, 3. stärkste Partei Deutschlands zu werden, doch angesichts eines Sieges im (knapp) zweistelligen Bereich, ging jegliche Miesmacherei im Jubel unter, zumindest bei Renate Künast.

Bösen Zungen sei an dieser Stelle gesagt, dass es alles andere als ein schlechtes Ergebnis ist, wenn man5. stärkste Partei Deutschlands wird - bedenkt man die Länge des Wahlzettels!

 

Und da wir gerade von frenetischem Jubel sprechen:

Kurz nach 18.00 Uhr MEZ wurden also, wie gewohnt, die ersten Stellungnahmen eingeholt.

Einer der Ersten, die ein Statement abgaben, war - sollte ich mich im Wahlrausch nicht verguckt haben - der stellvertretende Vorsitzende der CSU, Dr. Peter Ramsauer.

 

Mit CSU-Anhängern im Hintergrund gratulierte er sich selbst zum Sieg und zu einer zukünftigen schwarz-gelben Regierung, wobei er seine Aussage mit einem Blick in die Menge und den Worten "Sie merken es am aufbrausenden Applaus" unterstrich. Geh, Buab, warst noch nie in einem Bierzelt?

 

Der angebliche CSU-Freudentaumel samt ´aufbrausendem Applaus` waren eher ein paar zaghafte, traurige Klatscher der dort versammelten CSU-Anhänger, denen offenbar - im Gegensatz zu ihrem Vorsitzenden - so langsam dämmerte, dass man mit satten 8% Verlusten in einer schwarz-gelben Koalition in Zukunft die Rolle des bayrischen Aschenputtels spielen wird. 

 

Zum Schluss der Bundestagswahl noch eine knifflige. mathematische Aufgabe:

Der als ´Napoleon von der Saar` bekannte Lafontaine zeigte sich gewohnt selbstbewußt und warnte, Schwarz-Gelb sei nicht annähernd so stark, wie man nach den Hochrechnungen vermuten könnte.

Im Gegenteil, die neue Regierung sähe sich einer ´überwältigenden Mehrheit` gegenüber.

 

Moment mal, wenn ich Schwarz-Gelb zusammenrechne (48,4%) und im Vergleich dazu Rot-Rot-grün...

Also, nach Adam Riese und über den den Daumen gepeilt müßte es...

 

Wie ich es auch drehe und wende, nach meinen bescheidenen Kalkulationen kommt die Opposition auf weniger Stimmen als die zukünftige, regierende Koalition.

Aber ich werde sicherheitshalber noch einmal nachrechnen!

 

C. Esser

29.9.09 08:41

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